STAR TREK Into Darkness – Bekenntnisse eines Nicht-Trekkies

Ich gestehe, das ist mein erstes Mal. Zum ersten Mal habe ich einen Einblick in das Star-Trek-Universum bekommen. Nie hatte ich mich zuvor den Filmen oder der Serie gestellt. Wie ein Reisender, der in ein ihm unbekanntes Land aufbricht, saß ich nun im Kino, in „Star Trek — Into Darknes” von J. J. Abrams. Schon mit „Super 8″, einer Hommage an das Spielberg-Kino, setzte sich der Regisseur in die Tradition des großen Hollywood-Kinos, dem Gigantomanie kein Fremdwort ist. Es ist beeindruckend wie mühelos Abrams mit Ballast des Star-Trek-Mythos umgeht. Ebenso bestechend ist sein Gespür für schönes Design und eine überwältigende Raumaufteilung. In „Star Trek” begegnen wir einer noch fernen Zukunft, in der die Grundbedürfnisse des Menschen kaum eine Rolle spielen. Die Arbeit ist zur Muße geworden. Doch so utopisch dieser Ort auch erscheint, so konventionell wird dann die Story, die in diesem Hightech-Setting erzählt wird. Es ist der alte Kampf zwischen Gut und Böse. Daß die Technik doch eigentlich auch das Weltbild und Menschenbild ändern müßte und man nicht länger ein 50er Jahre Konstrukt von Familie aufrechterhalten könnte, wird fast vollständig mißachtet, Weit bin ich gereist, doch begegnete ich nur dem Altbekannten. Vermutlich liegt darin der über Jahrzehnte dauernde Erfolg der Star-Trek-Reihe und vermutlich ist die meiste Science-Fiction vor allem Eines: konservativ, um nicht zu sagen: spießig. Mehr dazu im Video!

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