THE PURGE – Die Säuberung – Kritik & Analyse

„The Purge — Die Säuberung” von James DeMonaco hat ein spannendes Grundkonzept. Amerika in sehr naher Zukunft, im Jahre 2022, ist ein Land ohne Arbeitslosigkeit, weitgehend gewaltfrei, mit glücklichen Bürgern und einer boomenden Wirtschaft. Doch der Grund dafür ist weniger idyllisch: In einer Nacht im Jahr wird ein Ausnahmezustand seitens der Politik ausgerufen und jeder Amerikaner darf dann seiner aufgestauten Gewalt freien Lauf lassen, „die Bestie in einem herauslassen”. Jeder darf jeden töten; nur durch diese „Säuberung” kann der Status quo gewährleistet werden. Betroffen von diesen Maßnahmen sind insbesondere Migranten, Obdachlose, Arme und Ausgeschlossene. Ethan Hawk spielt einen Familienvater, der den wohlhabenden Mittelständlern teure Sicherheitssystem zum Schutz gegen die jährlichen Gewaltexzesse verkauft. Dieses Jahr hat er sogar den Rekordgewinn erzielt, was nun in der Säuberungsnacht mit der Familie in der bürgerlichen Sicherheitshochburg bei einem Essen ohne Kohlehydrate gefeiert werden soll. Doch sein kleiner Sohn bekommt plötzlich Mitleid mit einem schwarzen Obdachlosen und gewährt ihm im Haus Asyl. Schon drohen die aufgebrachten Mittelständler draußen, sollten sie den Mann nicht ausliefern, mit der Stürmung des Hauses. Selten war ein Film aus Hollywood so kritisch mit den Menschen, die gleichzeitig die anvisierte Zielgruppe ausmachen und so darf es einen auch nicht wundern, daß der Film sich im Laufe der Geschichte in eine Aporie versteigt. Denn „The Purge” liebt den weißen Mittelstand zu sehr, als daß er ihn einer Revolution der Unterdrückten ausliefern würde. Mehr dazu im Video!

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