ENDER’S GAME – Kritik und Analyse zum Machwerk des Jahres

„Ender’s Game” ist bereits der dritte Film in diesem Jahr, der Kinder und Jugendliche in den Krieg schickt. Nach dem tiefernsten Remake von „Red Dawn” und dem Scientology-Machwerk „After Earth” wurde nun der beim amerikanischen Militär sehr beliebte Sciencefiction-Roman „Das große Spiel” von Orson Scott Card mit Starbesetzung verfilmt. Dem Regisseur Gavin Hood gelang es für diesen Schund Harrison Ford und (Sir) Ben Kingsley zu verpflichten. Warum diese einstmals großen Schauspieler sich seit Jahren für nichts zu schade sind, ist eine große Frage. Ich kann sie nicht beantworten. Die eigentlichen Hauptdarsteller des Films aber sind die Kinder, die für eine Militärschule im All rekrutiert werden und die man dort zu kompromißlosen Killermaschinen drillt, um anschließend gegen angeblich gefährliche Außerirdische in einen Präventivkrieg zu ziehen. Effizienz, Strategie und Taktik, so lauten die Schlüsselbegriffe dieser militärischen Ausbildung. Kritik, Freiheit oder Bildung sind fehl am Platze. Doch dies wird keineswegs problematisiert. „Ender’s Game” spricht sich dezidiert für diese gefährliche Ideologie aus. Der Feind selbst, insektenartige Außerirdische, kommt nur am Rande vor, auch weiß man nicht, warum er gefährlich sein soll oder was er überhaupt will. Egal, das Feindbild hat vielmehr eine identitätsstiftende Funktion. In dem gemeinsamen Endziel der totalen Vernichtung haben sich alle vereinigt und unterwerfen sich artig den Anführern. Doch die faschistoide Struktur des Films wird von einer liberalen Toleranzpolitik kuvriert. In der Elitetruppe kämpfen Seite an Seite Männer wie Frauen, aus allen Ethnien, Religionen und Klassen. Die Truppe sieht aus wie der wahrgewordene Multi-Kulti-Traum. Doc h diese Buntheit wirft einen finsteren Schatten. Eine Klasseneinteilung ist stärker denn je: Man unterscheidet nur noch zwischen ‚brauchbaren’ und ‚unbrauchbaren’ Menschen. Mehr dazu im Video!

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