Ethan & Joel Coen: Eine Werkschau

Schrullige Figuren, schräge Dialoge und absurde Geschichten: Die Filme von Ethan und Joel Coen, die vielfach prämierten Stars am Regie-Himmel Hollywoods, galten lange als Geheimtipp. Mittlerweile sind auch sie in den großen Kinosälen angekommen, verweigern sich aber weiterhin jeden Deutungsversuchen seitens ihrer Fans und Kritiker.

Im aktuellen Special der Filmanalyse wirft Wolfgang M. Schmitt jun. anhand drei ausgewählter Filme einen kritischen Blick auf das Gesamtwerk der Coens und versucht, jenseits der Ästhetik ihrer Filme eine politische Botschaft auszumachen.

Comments
One Response to “Ethan & Joel Coen: Eine Werkschau”
  1. Christian sagt:

    Verehrter Herr Schmitt jun,
    vielen Dank für die tollen, gelungenen Analysen. Habe lange nichts in diesem Bereich gehört oder gelesen, wo ich soviel Neues für mich entdecken konnte. Zum Beispiel die Deutung von ‘margin call’. Wirklich gut. Ich war nach schauen des Films etwas enttäuscht, und ja, genau wegen der doch so flachen Charaktere. Das genau das vielleicht beabsichtigt war (trotz zum Teil sehr guter Schauspieler, hätte ich nie gedacht. Das in Bezug auf Brecht zu setzen und das mechanistische dieser Menschen ( die wahrscheinlich wirklich keine Tiefe haben), hat mich sehr beeindruckt. Ich arbeite selbst in einem Wirtschaftsunternehmen und wundere mich oft über die , vor allem emotionale Flachheit, Unreflektiertheit wirklich hoher Entscheidungsträger. Warum zum Teufel bin ich nie auf die Idee gekommen , dass die moralfreien Wallstreetinsassen, auch genau so agieren. toll, vielen Dank für diesen Gedankengang.
    Der Coenanalyse kann ich auch voll und ganz zustimmen. Das Aufheben jeglicher Kausalität
    in ‘No… Country…’ habe ich ähnlich gesehen ( die Szene mit dem Münzwurf ist da sehr schön), bloß bin ich der Meinung das hier auch etwas irre geleitet wird. Der Mensch als Ursache existiert ja trotzdem, so dass schon ein kausaler Zusammenhang
    existiert. Die Vorhersehbarkeit (strenger Determinismus) ist nicht mehr vorhanden. Für mich ist das ein Fingerzeig in Richtung Willensfreiheit und die Irrationalität menschlichen Handels.
    So reicht, bevor noch beginne, etwas zu schreiben ohne etwas zu sagen. :-)

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