Einmal ist keinmal

Die Krimikomödie “Einmal ist keinmal” mit Katherine Heigl und Jason O`Mara von Julie Anne Robinson ist nicht die erste ihrer Art und leider auch nicht die beste. Bereits 2010 boomten diese Liebeskomödien: Auch da erlebte schon Katherine Heigl mit Ashton Kutcher als Agent und Killer in der Komödie „Kiss & Kill“ viel Love & Crime. Die Comedians Tina Fey und Steve Carell wurden in „Date Night“ zu Gangstern für eine Nacht und konnten so ihre langweilige Ehe beleben. In „Knight and Day“ verliebt sich Cameron Diaz in Tom Cruise, der im Film als Geheimagent alle Insassen eines Flugzeugs tötet. In „Der Kautions-Cop“ wird unser Film „Einmal ist keinmal“ quasi gespiegelt. Hier jagt der Mann, Gerard Butler, die Frau, Jennifer Aniston, wegen einer Ordnungswidrigkeit. Nicht zu vergessen ist auch “Mr. und Mrs. Smith” mit Angelina Jolie und Brad Pitt, der ja auch das private Liebesabenteuer der Beiden begründete.

Die Urversion dieses Genres geht in das Jahr 1963 zurück: “Charade”, ein intelligenter Mix aus Agententhriller, Screwball-Komödie und Liebesfilm, mit Audrey Hepburn und Cary Grant bleibt bis heute unübertroffen. „Einmal ist keinmal“ fehlt es leider an Pointen, spannenden Einfällen und an glaubhaften Figuren. An dem mißratenen Soundtrack des Films läßt sich am Besten deutlich machen, woran es hapert. Der Soundtrack besteht nämlich nur aus ein paar unmotivierten Gitarrenriffs und ist im Grunde genommen unmusikalisch, als hätte man lediglich Übungsgriffe eingespielt. Die Musikalität haben auch die Drehbuchautoren vergessen, möglicherweise haben sie auch nur die Fingerübungen aus den Handbüchern für Workshops auf die Leinwand übertragen. Doch wie ist der aktuelle Boom dieses Genres generell einzuordnen? Ist der Alltag für Liebespaare so langweilig geworden, daß sie etwas Crime benötigen, um ihre Beziehungen zu retten? Oder sind diese Filme nicht vor allem Versuche, die im Schwinden begriffene Erotik zu bewahren? Mehr dazu im Video!

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