Men in Black 3

1997 schlüpften zum ersten Mal Will Smith und Tommy Lee Jones in die schwarzen Anzüge. 2002 kam dann der zweite Teil der „Men In Black“-Reihe in die Kinos und war doch nur ein langweiliger Aufguß des ersten. Nun, zehn Jahre später, wird mit „MIB 3“ die Reihe fortgesetzt. Dieses Mal ist die Welt von dem Bösewicht Boris die Bestie bedroht. Boris wurde von K vor vierzig Jahren in ein Gefängnis gesperrt. Nun bricht er aus und will sich an K rächen. Er reist mit einer Zeitmaschine in das Jahr 1969 zurück, um K umzubringen. Als ihm das gelingt, verschwindet K aus der Gegenwart. MIB also ab jetzt nur noch mit Will Smith als J und ohne Tommy Lee Jones? Natürlich springt auch J zurück durch die Zeit, was die visuell eindrucksvollste Szene ist. Eine Änderung in der Vergangenheit kann die Zukunft retten.

1969 begegnet J dem jungen K, der von Josh Brolin gespielt wird. Rassismus ist noch immer an der Tagesordnung, auch wenn bereits die Hippies in Florida das Straßenbild prägen. Gleich wird die Apollo 11 starten. Auch ein Besuch in Andy Warhols „Factory“ steht an. Der Künstler ist in Wahrheit keiner. Er ist auch ein MIB und spielt seinem verrückten Publikum nur den Exzentriker vor. Fake und Reproduktion waren die Themen von Warhol, warum sollte dann aber der Künstler echt sein? „Men In Black 3“ ist mehr als eine eigentlich unnötige Fortsetzung mit ein paar komischen Einfällen. Es gibt einen interessanten Turn zu beobachten: Alle Filme der Reihe verhandeln die Frage, ob man den Menschen den Wahrheit sagen oder ob man sie belügen soll? Die Lebenslüge – schon Henrik Ibsen schrieb mit „Die Wildente“ 1884 ein Drama über diese Fragestellung. Teil 1 und 2 entschieden sich eindeutig für die Lüge. Mit dem Blitz-Dings löschte man schnell das Gedächtnis und erfand eine neue und harmlose Geschichte. Doch im dritten Teil ist das etwas anders. Zu viel ist in den letzten zehn Jahren in der amerikanischen Politik geschehen. Es ist Zeit für die Wahrheit. Mehr dazu im Video!

Comments
One Response to “Men in Black 3”
  1. Harri sagt:

    Danke für den interessanten Einblick in MIB. Den Blog merk ich mir!

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