The Expendables 2

Bei dem Action-Spektakel „The Expendables 2“ von Regisseur Simon West sind wieder alle Kino-Helden der 80er Jahre dabei: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren, Jet Li, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme. Die jüngere Generation wird von Jason Statham und Liam Hemsworth vertreten. Zur Handlung ist etwa so viel zu sagen, daß es eigentlich keine gibt. Viel mehr geht es hier um ein Wiedersehen mit den alten Stars, die auch im Jahre 2012 jeglichen technischen Schnick-Schnack ablehnen und lieber mit einem ordentlichen Gewehr oder dem guten halten Schlagring den Feind ausschalten. Gewissermaßen wiederholt sich hier die Filmgeschichte der 80er als Farce, was dank der Dialoge wahrhaft komisch ist. Doch ist dies einfach nur ein Film für Nostalgiker oder haben die Expendables uns heute noch etwas zu sagen? Übersetzt man den Titel, dann geht es hier um die Überflüssigen, die von der ‘normalen’ Gesellschaft ausgeschlossen sind. Und in der Tat: sie werden nicht mehr im Heimatland eingesetzt, sondern müssen im Niemandsland für Recht und Ordnung sorgen. In der westlichen Gesellschaft ist für diese großen Männer von einst und ihr brutales Vorgehen kein Platz mehr.

Während das westliche Militär den Krieg ohne Menschen anstrebt, langen Stallone & Co fern ab der Heimat noch einmal richtig zu – von Mann zu Mann. Freuds bekannte Einteilung der Psyche in Über-Ich, Ich und Es findet sich hier wieder: Das Es, der Ort für finstere Triebe und Aggressionen, findet sich nicht mehr in unserer Gesellschaft, sondern wurde an die Enden der Welt verlegt. Das ist auch eine Form von Outsourcing. Arnold Schwarzenegger sagt an einer Stelle: „Wir gehören ins Museum“ – und doch müssen sie wie Untote, wie Zombies immer wieder in die Schlacht ziehen. Woran sich die westliche Welt nicht die Hände schmutzig machen will, da packen die Expendables zu. „The Expendables 2“ gibt uns einen Eindruck von dem, was in den nächsten Jahren in der Welt so auf uns zukommen könnte. Mehr dazu im Video!

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