SAVE HAVEN – eine Allianz von Kitsch & Porno

Die bereits achte Verfilmung eines Romans von Nicholas Sparks spricht nicht für die literarische Qualität seiner Texte, aber für ihre weltumspannende Beliebtheit bei einem vorwiegend weiblichen Publikum, das für die Twilight-Reihe vielleicht zu alt ist. Der Regisseur Lasse Hallström nimmt sich nach „Das Leuchten der Stille” mit Amanda Seyfried und Channing Tatum nun mit „Safe Haven” zum zweiten Mal einen Stoff des erfolgreichen Kitschproduzenten vor und bietet eine zuckersüße, d.h. adäquate Umsetzung des Romans auf der großen Leinwand. Daß Hallström eigentlich Schwede ist, sieht man diesen bewegten Bildern des amerikanischen Traums überhaupt nicht an. Und Julianne Hough, das american girl schlechthin, scheint von Hollywood buchstäblich produziert worden zu sein. Ihr Filmpartner Josh Duhamel kann bei dieser urarmerikanischen Ikonographie zwar nicht ganz mithalten, gibt aber sein Bestes. Der Geschichte spielt an einem Ort, wo die Menschen noch mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden sind; man fängt Fische, betreibt einen Kiosk und fährt Bötchen. Zwei Stunden „Landlust” als Daumenkino. Zu sagen, die Geschichte sei vorhersehbar ist eine glatte Untertreibung, vielmehr ist sie determiniert im Sparks-Kosmos. Zusammengekleistert mit Tand und Zierrat aus den Alpträumen den kühnsten Alpträumen der Frankfurter Schule. Doch die Idylle dieser Telenovela-Ästhetik wird in zweierlei Hinsicht gestört: Die junge Frau Katie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, sie wird von einem Polizisten verfolgt. Das Loswerden der betrüblichen Vergangenheit ist das Grundthema aller Sparks-Geschichten. Und dann gibt es da noch einen merkwürdigen Dialog um ein Loch, das gestopft werden muß. Was hat das alles zu bedeuten? Und was hat Heino damit zu tun? Mehr dazu im Video!

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